BRH Bundesverband Rettungshunde e.V.

Training im TRCH Training Center Retten und Helfen in Mosbach  (Baden-Württemberg)

Ein Wochenende in Mosbach 

Die Kernfläche des Übungsgeländes beträgt 60.000 m2, die gesamt-übungsfläche 270.000 m2 und ein Ausbildungs- und Schulungszentrum für den Katastrophen-schutz.

Vom 23. – 25.08.2019 haben sich 28 Hundeführer mit 63 Hunden von insgesamt 5 Rettungshundestaffeln in Mosbach angemeldet. Organisator war die BRH RHS Region Donau-Iller e.V.

Geübt wurde sowohl Unterordnung/Geräte, als auch Gebäude, Trümmer, Flächensuche und Mantrailing. Die Trainingsorte waren zerstörte Straßenbahnen, Busse, Autos, Gebäude, verwüstete Tunnel, Trümmerkegel und vieles mehr. Hundeführer und Rettungshunde konnten sich richtig auspowern und erfuhren bei der Hitze auch ihre Grenzen. Natürlich kam auch die Theorie nicht zu kurz. Die Schulung umfasste Karte und Kompass, GPS, Thermik und Einsatztaktik.

Zu guter Letzt bekam unser jüngster in BRH-Ausbildung befindlicher Rettungshundeführer Noah sein erstes Leistungsheft für seine unermüdliche Anwesenheit und Ausdauer vom Referat Ausbildung und dem Landesvorstand Bayern überreicht vertreten durch Petra Weisenheimer, Gabi Piskol und Claudia Schiller.                     (Text: Carmen Bader)

  

 

(Bilder von Andreas Riebler Graf von Rowell und Gabi Piskol)

 

 Im Maislabyrinth

Training am 15.08.2019

Wir trafen uns in Radersdorf nahe Kühbach (Aichach) mit der Rettungshundestaffel Donau-Iller e.V. zum gemeinsamen Suchtraining. Nachdem Vermisstensuchen in der Fläche nicht nur im Wald, sondern auch im Freigelände auf Feldern stattfinden, muss natürlich auch die Suche in Maisfeldern geübt werden. Deshalb fand diese Übung hier statt.

Anlässlich -50 Jahre Mondlandung- fanden wir eine Mondkapsel bei der Landung als Labyrinth vor. Es war schwer genug ohne GPS- und Netzempfang die einzelnen nummerierten Stationen als Versteckperson zu finden. Noch schwerer wurde es für die Hundeführer, als wir die Hunde zur Suche ansetzten, da man durch die engen Gänge des Labyrinths und die über 3 m hohen Maisstauden die Hunde mit ihren Glocken nicht mehr lokalisieren konnte und jeglicher Labyrinth Plan nichts mehr brachte. Nichts desto trotz, die Hunde haben konzentriert gesucht und alle Versteckpersonen gefunden.    (Text: Carmen Bader)

 

Trümmergruppe

Auf die Plätze - fertig – such und hilf

 

In der letzten Zeit häufen sich Unfälle und Naturereignisse, bei denen Menschen zu Schaden kommen. Hier ist nicht nur der finanzielle Schaden immens, sondern auch die Sorge um das Wohl der Verunglückten. Bei Explosionen werden Verschüttete nicht selten zu spät, schwer oder gar nicht gefunden.

2006 der Einsturz der Schwimm- und Eislaufhalle in Bad Reichenhall durch Schneelast, Ende Mai 2019 die Gasexplosion im Allgäu, Juni 2019 die Explosion eines Wohnhauses in der Innenstadt von Wien, Flugzeugabstürze oder auch Erdbeben und Überflutungen ... die Liste der Unglücke könnte endlos weitergeführt werden.

Dabei gibt es die biologische Ortung: DER RETTUNGSHUND. Diese Suchhunde mit Rettungshundeführer werden in der Fläche, also in der Vermissten- und bei der Trümmersuche zum Auffinden von Verschütteten eingesetzt. Bei der Trümmersuche ist der Hund ohne Kenndecke und ohne Halsband unterwegs, damit er nicht in Armierungseisen, vorstehenden Elektrokabeln oder sonstigem hängen bleibt. Manchmal wird bei Nachsuchen ein speziell dafür hergestelltes Leuchthalsband verwendet, das sich bei Widerstand selbst öffnet, um unsere Vierbeiner, unser höchstes Gut (den „Rettungshund“) zu schützen.

Die BRH-Rettungshundestaffel Augsburg und Umland hat regen Kontakt mit den 12 anderen bayerischen Staffeln des BRH und deshalb hat der Vorsitzende der BRH Rettungshundestaffel Augsburg und Umland e.V., Andreas Riebler Graf von Rowell, die Trümmergruppe Nordschwaben nun gegründet. In dieser neuen Gruppe sind hochmotivierte Teams bestehend aus ausgebildeten Rettungshunden mit ihren Rettungshundeführern und selbstverständlich auch Teams, die noch in Ausbildung sind und von den erfahrenen Spürnasen lernen wollen.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, können Sie dies durch eine Mitgliedschaft in der BRH Rettungshundestaffel Augsburg und Umland e.V. tun. Gerne nehmen wir neue Rettungshunde mit ihren Rettungshundeführern in die Ausbildung auf. Natürlich sind Sie auch ohne Hund als Rettungshelfer oder Versteckperson willkommen, natürlich auch als Fördermitglied. Um realitätsnah trainieren zu können, werden dringend Gewerbegebiete, Hallen, Firmenareale, Freizeitparks, gesicherte Abbruchhäuser und vieles mehr gesucht. Wenn Sie sich angesprochen fühlen und diese Ehrenamtlichen unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an die BRH Rettungshundestaffel Augsburg und Umland e.V., Andreas Riebler Graf von Rowell, e-mail: brh.augsburg-und-umland@gmx.de. (Text: Carmen Bader)

Fotograf: Dr. med. vet. Timo Zwick; auf dem Bild von links kniend: Benjamin M., Andreas R.G.v. R., Wolfgang G., Carmen B., Gustav Z., hinten (stehend): Melanie R.G.v.R., Jana A., Larissa W., Jasmin P., Bettina N., Marcel N. Iris G.,

 

Wiederholungsprüfung Fläche 2019

Ein Rettungshunde Team von der Rettungshundestaffel des BRH Augsburg und Umland e.V. aus Mittelneufnach liefert schon fast weltmeisterlich ab!

Beim BRH Rettungshundeverband gibt es 87 Staffeln, davon 13 in Bayern, mit über 700 geprüften Hunden und ca. 1000 Hunden, die sich in Ausbildung befinden. Jeder geprüfte Rettungshund mit seinem Rettungshundeführer muss sich jährlich erneut einer Prüfungskommission stellen.

Wieder einmal hat Andreas Riebler Graf von Rowell von der BRH Rettungshundestaffel Augsburg und Umland e.V. mit Sitz in Mittelneufnach die jährliche Wiederholungsprüfung für sich als Rettungshundeführer mit seinem geprüften Rettungshund Fläche– und Trümmersuche „Tschako“, einem Border-Bernersennenmix, mit Bravour bestanden.

Die BRH Staffel Region Donau-Iller e.V. in Weißenhorn stellte ca. 30.000 m2 Einsatzgebiet im April 2019 zur Verfügung. Unter der Leitung des erfahrenen Prüfers Volker Marx, der schon seit 28 Jahren diesem Amt nachgeht, wurde ein Flugzeugabsturz nachempfunden. Weltmeisterlich stellte sich das Rettungsteam der vorgegebenen Situation. Rettungshund Tschako zeigte seinem Rettungshundeführer unter unermüdlichem Gebell sofort nach 2 Sekunden das erste Opfer von 3 Versteckpersonen an und innerhalb der nächsten 8 Sekunden das Opfer Nummer 2. So konnte das eingespielte Team binnen 42 Sekunden alle 3 Personen finden und die Opfer versorgen. Volker Marx verglich dieses überragende Ergebnis mit der Deutschen Fußball National Mannschaft, die in 42 Sekunden drei Tore bei einer WM erzielten!

Wenn nicht gerade ein Notfall eintritt, widmet sich Andreas Riebler Graf von Rowell ausschließlich ehrenamtlich und unermüdlich seiner Rettungshundestaffel. Dieses Engagement betrifft praktische Übungen mit Rettungshundeführer und Rettungshund in Ausbildung genauso wie die theoretischen Schulungen, zeitweise auch in Vernetzung mit weiteren BRH Nachbarstaffeln. Hier auch einmal ein Dankeschön für die zur Verfügung gestellten Areale. Nach dem Motto Übung macht den Meister!

 

Wie effektiv arbeiten Rettungshunde?

Rettungshunde sind echte Supernasen. Sie können über eine Million Gerüche unterscheiden und sind in der Lage, verschüttete Menschen in den Trümmern noch unter neun Metern Beton und Schutt zu orten.
Flächenhunde nehmen menschliche Witterung bei guten Windverhältnissen über 200 Meter Entfernung wahr und suchen dicht bewachsene, unwegsame Gebiete mit von der Größe eines Fußballfeldes in nur zwei bis drei Minuten zuverlässig ab - auch bei Dunkelheit. So ersetzen sie im Einsatz mühelos eine Suchkette von bis zu 30 Personen.

 

Raiffeisenbank Stauden eG unterstützt lebensrettende Spürnasen

Rettungshundestaffel BRH Augsburg und Umland e.V. bekommt 500 Euro

Langenneufnach, 21.03.2019

Die Hunde der Rettungshundestaffel BRH Augsburg und Umland e.V. sind echte Lebensretter: Sie können Menschen noch unter neun Meter hohem Beton oder Schutt orten oder nehmen menschliche Witterung in unwegsamen Gebieten aus über 200 m wahr. Für ihre weitere hervorragende Ausbildung überreichten nun die Vorstände Walter Knoll und Thomas Walter dem geprüften Rettungshundeführer Andreas Riebler Graf von Rowell, Vorsitzender der Hundestaffel Augsburg und Umland e.V., eine Spende von 500 Euro aus dem Reinertrag des VR-Gewinnsparens.

 

Mit der Spende unterstützen die Vorstände Walter Knoll und Thomas Walter (v.l.) die lebensrettende Arbeit der Hundestaffel aus Mittelneufnach. Andreas Riebler Graf von Rowell freut sich mit seinen beiden Spürnasen Tschako und Motte.

 

Casting am 17. Februar 2019 · Kleiner Held ganz groß

Beim Casting der Rettungshundestaffel beteiligten sich die unterschiedlichsten Vierbeiner.

Mit dabei ein erst 15 Wochen alter Shih Tzu.

   

Er habe das Herz eines Löwen, sagt der Ausbilder.

Von Siegfried P. Rupprecht

Mit so viel Resonanz habe er nicht gerechnet, gibt Andreas Graf Riebler von Rowell unumwunden zu. Der Chef der BRH-Rettungshundestaffel Augsburg und Umland aus Mittelneufnach hatte in dieser Zeitung zu einem Casting für angehende vierbeinige Lebensretter aufgerufen. Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich auf dem Gelände einer Gerüstbaufirma 15 Hundeführer mit ihren Fellnasen ein.

Große und Kleine Kandidaten am Start

Alleine die teilnehmenden Hunde vermittelten einen bunten Querschnitt der Rassen. Ein Belgischer Schäferhund platzierte sich neben einem Labrador, ein Beagle beschnupperte aufgeregt einen Border Collie und ein Schweizer Sennenhund begutachtete neugierig einen treuherzig dreinschauenden Mischling, um sich dann desinteressiert abzuwenden.

Alle Aufmerksamkeit zog aber zunächst ein Shih Tzu auf sich. Der kleine Hund, dessen Rasse aus Tibet stammt, war erst 15 Wochen alt, strotzte vor Selbstbewusstsein und hatte bereits das Herz eines Löwen. „Ein Top-Vierbeiner“, wie Riebler von Rowell nach dem Casting anerkennend feststellte. „Ein kleiner Held ganz groß.“

Ziel der ungewöhnlichen Aktion war, künftige Rettungshunde zu rekrutieren, die mit ihren feinen Nasen zusammen mit ihren zweibeinigen Partnern nach Vermissten oder in Not geratene Menschen suchen sollten. Und so erklärte der Vorsitzende der Rettungshundestaffel den Teilnehmern erst einmal, was Rettungshundearbeit konkret bedeute. „Die Vierbeiner werden vor allem bei der Trümmer- und Flächensuche eingesetzt“, sagte Riebler von Rowell. Dabei machte er gleich den Unterschied deutlich. Trümmersuchhunde seien Spezialisten für die Suche nach verschütteten Personen. Bei der Flächensuche müsse ein Team im unwegsamen Gelände oder in großen Wäldern nach vermissten Menschen suchen.

Breiten Raum widmete das Casting dem Thema Grundausbildung. „Dazu gehören auch Karte und Kompass lesen, Erste Hilfe, Funkausbildung und Einsatztaktik“, machte der Staffelchef aufmerksam. Zudem „übersetzte“ er Begriffe wie Verbeller, Bringsler und Rückverweiser.

Rettungshunde machen es vor

Doch dann ging es für die Teilnehmer in den Praxisbereich. Eine Gruppe setzte sich mit Gerätearbeit und Prüfungsvorschriften auseinander, die andere mit Problematiken bei der Suche nach Menschen. Wie es richtig gemacht werde, zeigten die bereits in Ausbildung befindlichen Vierbeiner der Mittelneufnacher Rettungshundestaffel. Im Einsatz war auch der geprüfte Rettungshund Tschako. Er präsentierte sich als Profi. Eindrucksvoll war er in kurzer Zeit effektiv und zielstrebig erfolgreich.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Fachgesprächen und einer Feedback-Runde. Andreas Graf Riebler von Rowell wertete das Casting als „einen vollen Erfolg“. Jetzt komme es darauf an, wie viele Teilnehmer sich als künftige Lebensretter ausbilden lassen. Nicht alle Fellnasen eignen sich dazu. „Die Hunde müssen unter ständigem Gehorsam stehen“, so der Staffelchef. Oftmals seien beim Einsatz Gefahrenquellen zu berücksichtigen. „Auch dürfen sich die Vierbeiner nicht von Rauch, Feuer oder lauten Nebengeräuschen bei der Suche irritieren lassen.“

Aber er sei optimistisch. Das Casting habe gezeigt, dass der eine oder andere Vierbeiner das Zeug zum Rettungshund habe.

Quelle: Schwabmünchner Allgemeine